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Thema: "Why central and eastern Europe needs a pay rise" von Béla Galgóczi
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Thema: "Options for the left in the time of populism" von Tamás Boros
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im Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Sie ist den Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet und engagiert sich weltweit zugunsten einer Politik der Freiheit, der Solidarität und der sozialen Gerechtigkeit.

In Budapest ist die Friedrich-Ebert-Stiftung seit 1990 vertreten. Ziel unserer Arbeit in Ungarn ist es, Demokratie, Rechtstaatlichkeit und die Entwicklung einer aktiven Zivilgesellschaft zu fördern und zu einer sozial gerechten Gestaltung des gesellschaftlichen Wandels beizutragen. Wir setzen uns für die europäische Idee ein und unterstützen die regionale und globale Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

Aktuelles 2017

Digitalisierung im Transportsektor - Ängste und Befürchtungen

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Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung sowie die zunehmende Robotertechnik auf den Arbeitsmarkt, im Speziellen auf den Transportsektor? Welche Ängste und Befürchtungen birgt diese Veränderung? Zu welchen Herausforderungen und Trends führt dieser Prozess im Liefer- und Verkehrssektor? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz "Digitalisierung im Transportsektor - Ängste und Befürchtungen", die am Montag, den 06. November in Budapest, stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation mit dem Ungarischen Gewerkschaftsbund (MaSzSz).

Bereits in den einleitenden Worten durch László Kordás, Vorsitzender des Ungarischen Gewerkschaftsbund (MaSzSz) wurde deutlich, dass die Digitalisierung uns schneller einholen werde als man darauf vorbereitet sei. Dementsprechend müsse man Umstellungsmaßnahmen und Weiterbildungen vornehmen, um die ungarische Bevölkerung auf eine zunehmende Technologisierung vorzubereiten. Daran knüpfte Júlia Varga (wissenschaftliche Mitarbeiterin, Ungarische Akademie der Wissenschaften, MTA KTI) an. Aus ihrer Perspektive sind die Antworten des Bildungssystems auf die Digitalisierung nur kurzfristige Lösungen, die mittelfristig Probleme erzeugen werden. Das Schulsystem müsse besser auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereiten. Dabei spielen die Gewerkschaften eine ebenso prägnante Rolle - an diesem Tag vertreten durch Sándor Székely (Vorsitzender Europäische Gewerkschaft der Lastwagenfahrer). Sabine Trier (ETF/Europäische Transportföderation, Brüssel) präsentierte, wie die Digitalisierung bereits heute in sämtlichen Bereichen der Logistik eingedrungen ist und machte auf die damit einhergehenden Chancen und Bedrohungen aufmerksam. Vor allem Plattformunternehmen wie Uber oder BlaBlaCar stellen besondere Herausforderungen dar.

Daran knüpft Péter Dér (Handelsdirektor, Volvo Hungaria Kft.) mit den Herausforderungen und Trends im Liefer- und Verkehrssektor an. Dieser Sektor sollte durch die Digitalisierung verbessert werden, vor allem in den Punkten Sicherheit, Effizienz und Treibstoffverbrauch. Zugleich warnt man vor der vollständigen Marginalisierung der Fahrer_in.

Die Referent_innen waren sich einig, dass der Fokus auf die Bildung gesetzt werden sollte. Nur Fortbildungen und frühzeitige Umschulungen können sicherstellen, dass Arbeitnehmer_innen nicht aus den Berufen verdrängt werden, sondern ihnen ein geeignetes Zukunftsbild angeboten wird. Am Ende bleibt jedoch die Frage offen, wie schnell eine umfassende Digitalisierung von statten gehen wird?


Lohnverhältnisse bei multinationalen Unternehmen

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Im Rahmen einer Veranstaltung des Eurobetriebsräteklubs wurde Béla Galgóczi, Senior Researcher des Europäischen Gewerkschaftsinstituts in Brüssel, vom Beratungsdienst für Interessenschutz (ÉTOSZ) und der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) am 24. Oktober 2017 nach Budapest eingeladen, um mit ungarischen Vertreter_innen von Betriebs- und Eurobetriebsräten über die Lohnverhältnisse in Mittelosteuropa zu diskutieren.

Das Thema interessiert die ungarischen Arbeitnehmer_innen sehr, da seit der Wendezeit die Vorstellung kursierte, dass innerhalb kürzester Zeit ein österreichisches Lebens- und Lohnniveau erreicht werden könnte. Die Enttäuschung ist jedoch groß, dass diese Vorstellungen weiterhin nicht der Realität entsprechen. Galgóczi ging in seinem Vortrag daher auf die Nachteile einer Wirtschaft aus, die sich als "Montagewerk" Europas versteht und sich als Niedriglohnland empfiehlt. György Lajtai, Direktor von ÉTOSZ erläuterte den Begriff des "würdigen Lohns" und gemeinsam mit Béla Galgóczi argumentierte er, dass bei Lohnverhandlungen in Betrieben nicht die Inflationsrate als Maßstab für Lohnerhöhungen dienen sollte, sondern wieviel ein_e Arbeitnehmer_in braucht, um ein anständiges Leben führen zu können.


Frauen in der digitalisierten Arbeitswelt

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Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf die Berufsfelder in denen viele Frauen aktiv sind? Welche zukünftigen Chancen eröffnen sich für die Arbeitnehmerinnen dank ihrer Fähigkeiten? Um diese Frage drehte sich die Konferenz "Frauen in der digitalisierten Arbeitswelt", die am Mittwoch, den 11. Oktober in Budapest, stattfand. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation mit dem Frauenausschuss des Ungarischen Gewerkschaftsbundes MaSzSz.

Nach der Eröffnung durch Dr. József Sáling, Vorsitzender der Handelsgewerkschaft KASZ, leitete Mária Hercegh, die Vorsitzende der Frauensektion, das Thema mit Gedanken zum Wert der Arbeit ein. Weiter stellte Fruzsina Nábelek vom Institut für Wirtschafts- und Unternehmen (MKIK) die Studie "Auswirkungen der Automatisierung auf den Arbeitsmarkt" vor. Sabine Gillessen, Vorstandsmitglied von D64 - Zentrum für Digitalen Fortschritt Berlin, begründete, warum Frauen von der Digitalisierung anders betroffen seien als Männer und keineswegs nur Ängste herrschen dürften. Die Bedeutung des lebenslangen Lernens, konkret der ständigen Weiterbildung, betonte Zoltán Szabó, Vorsitzender der Informatiksektion des Landesverband der Unternehmer (VOSZ). Kata Tüttõ, Vorstandsmitglied der Ungarischen Sozialistische Partei (MSZP), referierte über die künstliche Intelligenz und ihre weitreichenden Folgen für die unterschiedlichsten Berufsfelder. Im Anschluss berichteten Vertreter verschiedener Wirtschaftszweige, inwiefern die Digitalisierung in den dortigen Unternehmen bereits angekommen sei. Die Konferenz schloss mit dem Fazit, dass auf die Unumkehrbarkeit dieser vierten industriellen Revolution nach dem Motto von Charles de Gaulle - "Was wir nicht ändern können, müssen wir führen" - reagiert werden müsse.


Hungarian MEPs - What have they done for you?

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"Ungarische Mitglieder des Europäischen Parlaments - Was haben sie für Dich getan?" - Mit dieser rhetorischen Frage beschäftigte sich am Freitag, den 29. September, eine Veranstaltung im Európa Pont in Budapest, die vom Forschungsinstitut Policy Solutions und dem Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Budapest organisiert wurde.

In der Eröffnung betonten Andrea Lõvei (European Parliament Information Office Budapest) und Jan Niklas Engels (FES Budapest) die Herausforderung, die gefühlte Distanz zu den Mitgliedern des Europäischen Parlaments (MEPs) zu überwinden. Die Arbeit, Motivation und Überzeugungen der MEPs dem Publikum näherzubringen, wurde zum Ziel des Abends deklariert.

Tamás Boros (Policy Solutions) präsentierte dazu zunächst die von Policy Solutions und der Friedrich-Ebert-Stiftung gemeinsam durchgeführten Studie "Was ungarische Mitglieder des Europäischen Parlaments seit 2014 erreicht haben". Er gewährte einen Einblick in die Methoden und Maßstäbe, politische Aktivität zu messen, und stellte die Ergebnisse der Studie vor: Zwischen der Präsenz von MEPs in den ungarischen Medien und deren tatsächlicher Aktivität im Europäischen Parlament bestehe eine deutliche Diskrepanz. Viele Arbeiten, die dort verrichtet werden, blieben unsichtbar.

Daraufhin diskutierten Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Tibor Szanyi (MSZP) und Benedek Jávor (Párbeszéd), rund um die Thematik, was MEPs in Straßburg und Brüssel für ihre Wähler, für ihr Land und für Europa tun. Sie bestätigten die Resultate der Studie und lieferten Beispiele aus ihrem Alltag. Darüber hinaus berichteten sie von der Heterogenität der Zusammenarbeit von Fraktionen und Teams sowie der damit verbundenen Effizienz der jeweiligen MEPs. Im Anschluss wurden Fragen aus dem Publikum beantwortet, die auch die europäische Politik und Integration im Allgemeinen betrafen.


Öffentliches Beschäftigungsprogramm - Erfahrungen bei Kultureinrichtungen

Am 27. September 2017 veranstalteten die Gewerkschaft der Öffentlichen Sammlungen und Kultureinrichtungen (KKDSZ) und die FES eine gemeinsame Konferenz in Budapest über den sogenannten zweiten Arbeitsmarkt im öffentlichen Kulturbereich. Das ungarische System des öffentlichen Beschäftigungsprogramms wurde von der ungarischen Regierung 2011 als ein Mittel gegen Langzeitarbeitslosigkeit entwickelt. Doch das Programm hat viele Erwartungen nicht erfüllt: Die Chance in den ersten Arbeitsmarkt zurückzukehren ist weiterhin gering, der Arbeitslohn der öffentlichen Arbeiternehmer_innen liegt per Gesetz geregelt sehr niedrig und die Arbeitsbedingungen sind oft auch schlecht. Im kulturellen Bereich und im ganzen ungarischen öffentlichen Dienst sind immer mehr öffentliche Beschäftigte tätig. Heutzutage werden ca. 180.000 Menschen innerhalb dieses Programmes beschäftigt, darunter sind ca. 2-3 Prozent hochqualifizierte Arbeitskräfte. Auf der Konferenz wurden die Fragen und Probleme des öffentlichen Beschäftigungsprogramms im Kulturbereich diskutiert. Letztes Jahr widmete die Regierung diesem Programm aus dem Staatshaushalt 340 Mrd. Forint. Der Vorteil für die öffentlichen Einrichtungen liegt daran, dass sie ihre Arbeitskräfte nicht als Angestellte aus dem eigenen Budget finanzieren müssen, sondern die Entlohnung aus dem Topf für öffentliche Beschäftigte zu einem niedrigeren Lohn finanziert werden kann. Dadurch entsteht aber schnell eine negative Spirale für die Arbeitnehmer_in, aus der nicht einfach ein Ausweg zu finden ist.


Erfolgreiche Roma

"Erfolgreiche Roma" lautet der Titel einer gemeinsamen Veranstaltung des New Equality Online-Magazins und der FES-Budapest am 26. September in Budapest. Auf dem Podium diskutierten fünf bekannte Roma-Angehörige, die in unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen, von der Krebsforschung über andere Wissenschaftsbereiche bis zur Kunstszene, große Erfolge verzeichnen, konnten über die Möglichkeiten und Hindernisse eines erfolgreichen Lebens für die Roma Staatsbürger in Ungarn.

Die Diskussion drehte sich sowohl über die individuellen Erfolgsgründe als auch über die gesellschaftlichen und strukturellen Hindernisse, die der überwiegenden Mehrheit der Roma-Bevölkerung Erfolgserlebnisse verwehrt. Armut, Segregation und geringe Bildungschancen wurden komplex aus den Perspektiven der Mobilitätschancen der Roma-Minderheit analysiert. Besonders schlecht sind die Mobilitätsaussichten der Roma in einem Land, in dem die allgemeine gesellschaftliche Mobilität am schlechtesten in ganz Europa ist.

Nachdenken im Publikum lösten aber auch individuelle Ansichten und Analysen aus. So sorgte der Satz "Wir sind in einer kontinuierlichen Selbstreflexion" für überraschte Gesichter im Publikum.